der mehrwert von mitarbeiter­befragungen

advise insights

Verena Ielpo

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23.3.2022

Welche Elemente bedarf es, um Mitarbeitende zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden?
Hierzu hat advise eine Studie erhoben und 1000 Teilnehmende befragt. Unsere Ergebnisse in der Übersicht:

  1. Zuhören und Verstehen – Feedback einholen ist der erste Schritt
  2. Mitarbeiterbefragungen müssen themenaktuell, regelmäßig durchgeführt und kurzzyklisch getrackt werden
  3. Mitarbeiterbefragungen müssen effizient und zielgerichtet aufgesetzt werden
  4. Datenerhebung ist nicht alles
  5. Methode und Motivation beeinflussen das Ergebnis



Die Welt, in der wir heute leben ist von einem ständigen und immer schneller werdenden Wandel geprägt, es wird von einer sogenannten VUCA-Welt gesprochen (VUCA steht für Volatility, Uncertainty, Complexity und Ambiguity). Das stellt Unternehmen und nicht zuletzt auch die Personalabteilung vor ganz neue Herausforderungen. Auf Grund der sich kontinuierlich verändernden Rahmenbedingungen der Arbeitswelt, wird es für Unternehmen immer schwerer gute Mitarbeitende zu finden. Der sogenannte war of talents scheint unabwendbar zu sein, weshalb die Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden immer mehr in den Fokus rückt.

Doch wie gut ist die Mitarbeiterbindung im Unternehmen tatsächlich?
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, sollte man den Fokus auf die Perspektive des Mitarbeitenden legen und sich Feedback einholen. Ein geeignetes Tool, um die Perspektive der Mitarbeitenden zu erfassen, stellt die Mitarbeiterbefragung dar. Diese kann Feedback und Aussagen über das Employee Engagement liefern und somit Aufschluss über den Stauts Quo ermöglichen.

Sind Mitarbeiterbefragungen noch zeitgemäß?
Dies ist eine Frage, die sich gerade in Zeiten des schnellen Wandels häufig stellt. Als nicht mehr zeitgemäß zu betrachten ist die obligatorische und starre, wenn überhaupt alljährlich durchgeführte Mitarbeiterbefragung, der wenig Ermessen zugelegt wird. Wird die Mitarbeiterumfrage jedoch themenaktuell, in regelmäßigen Abständen durchgeführt und durch andere kurzzyklische Maßnahmen wie Pulse-Checks ergänzt, stellt die Mitarbeiterbefragung nach wie vor ein geeignetes Instrument dar, um ein umfassendes Meinungsbild der Belegschaft einzuholen. Dies ist in der Praxis jedoch häufig nicht der Fall. Das zeigen auch die Ergebnisse unserer Umfrage: bei der Mehrheit der Teilnehmer liegt die letzte Mitarbeiterumfrage, wenn überhaupt 1,5 bis über 2 Jahre zurück.

Werden Mitarbeiterbefragungen zu selten durchgeführt?
Unseren Ergebnissen nach ist dies leider der Fall. Hier stellt sich dann die Frage nach den Gründen für die mäßige Verbreitung und Häufigkeit der Durchführung von Mitarbeiterbefragungen insbesondere bei Klein- bis Mittelständischen Unternehmen. Seitens des Unternehmens hört man hier häufig die Begründung der mangelnden Kapazitäten, was sicherlich nicht zu unterschätzen ist. Jedoch gibt es hier ja immer noch die Möglichkeit auf externes Know-how und Kapazitäten zurückzugreifen, um den Prozess effizient und zielgerichtet aufzusetzen. Sprechen sich Mitarbeitende gegen eine Befragung aus, ist dies oftmals auf schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit zurückzuführen. Hier ist das meistgenannte Argument, dass sich sowieso nichts ändert.

Es ändert sich sowieso nichts.
Da wären wir auch schon bei dem größten methodischen Fehler der Mitarbeiterbefragung. Denn eine Mitarbeiterbefragung stellt nicht nur ein alleiniges Erhebungsinstrument, sondern zugleich auch eine Intervention im Sinne eines Organisations-Entwicklungs-Prozesses dar. Erfolgskritisch ist also nicht nur die Durchführung, sondern auch der Folgeprozess, welcher an eine Mitarbeiterbefragung anschließen sollte. Findet kein Folgeprozess statt oder keine Rückkopplung der Ergebnisse zu den Mitarbeitenden, besteht die Gefahr das Vertrauen der Mitarbeitenden zu verlieren und somit die Chance auf ehrliches Feedback zu versäumen. Die Wichtigkeit eines Folgeprozesses bestätigen auch die Ergebnisse unserer Umfrage, viele Teilnehmer befürworten eine Mitarbeiterbefragung, wünschen sich aber einen Folgeprozess. Dieser hat bei mehr als der Hälfte der Teilnehmer entweder nicht stattgefunden oder es fand keine Rückkopplung der Ergebnisse statt.

Methode und Motivation sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Mitarbeiterbefragung.
Abgesehen vom Folgeprozess ist es auch entscheidend, die richtige Methode zu wählen und vor allem aber die richtigen Fragen zu stellen, um somit wirklich Rückkopplungen zu generieren und Verbesserungen anstreben zu können. Das beginnt in der Auswahl der Themenfelder, über die Konzeptionierung der Fragestellungen, bis hin zu den Erhebungsmethoden -ist nur das Kreuz relevant oder wird auch die subjektive Meinung erfragt? Es kommt darauf an, dass es nicht die eine Mitarbeiterbefragung gibt, sondern dass diese immer individuell auf das Unternehmen und dessen Ziele angepasst werden muss. Welche Motivation steckt also hinter der Entscheidung eine Befragung durchzuführen? Auch hier gilt es diese regelmäßig und kurzzyklisch durchzuführen, um mögliche Probleme oder Schwierigkeiten rechtzeitig zu erkennen und dementsprechend handeln zu können. Denn die Mitarbeitenden sind einer der bedeutendsten Treiber des Unternehmenserfolgs, weshalb es essenziell ist, die Bedürfnisse der Mitarbeitenden zu erkennen, um Chancen ergreifen zu können.

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